Biofilm im Darm: Symptome, Ursachen und wie man ihn behandelt
Biofilm im Darm – Ursache chronischer Erkrankungen

Blähungen, chronische Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, wiederkehrende Infekte – viele Menschen suchen jahrelang nach einer Erklärung für solche Beschwerden. Ein häufig übersehener Faktor ist der Biofilm im Darm: eine zähe Schutzschicht, in der sich Pathogene, Pilze und Parasiten einnisten – geschützt vor dem Immunsystem und kaum diagnostisch greifbar. Er entwickelt sich über viele Jahre und behindert die meisten Bemühungen, die Ursachen chronischer Beschwerden zu finden und zu behandeln.

Verdauungsschwäche ist dabei weit mehr als ein unangenehmes Symptom: Sie ist ein Schlüsselfaktor für viele andere Krankheiten – von chronischen Allergien und Autoimmunerkrankungen bis hin zu Herzerkrankungen und Krebs. Zudem ist eine gesunde Verdauung die wichtigste Stellschraube für ein funktionierendes Immunsystem.

Die Biologische Medizin kennt diese Zusammenhänge seit Jahrzehnten. In der Paracelsus Klinik ist die Darmgesundheit eine der tragenden Säulen unseres medizinischen Konzepts – als zweite Säule des Paracelsus 3-Säulen-Ansatzes, eng verknüpft mit dem Immunsystem und heute wichtiger denn je.

Biofilm im Darm: Symptome und Beschwerden

Die Symptome eines Biofilms im Darm sind vielschichtig und werden häufig anderen Ursachen zugeschrieben. Das macht die Diagnose so schwierig. Wir wissen, dass die Verdauung für die Versorgung unserer Zellen mit Nährstoffen entscheidend ist – doch genau hier fangen die Probleme an. Der gesunde Nährsaft für unsere Körperzellen steht oft nicht zur Verfügung, weil moderne Ess- und Lebensgewohnheiten den Darm dauerhaft belasten: hastiges, unbewusstes und spätes Essen, zu wenig Kauen, industriell verarbeitete Lebensmittel.

Bei Patienten, die zu uns kommen, sehen wir regelmäßig dasselbe Bild: eine veränderte Darmflora auf der Schleimhaut, einen durchlässigen Darm (Leaky Gut), die Ausbreitung von Pilzen und Fäulniserregern, Entzündungen der Darmschleimhaut sowie Störungen und Lähmungen der Darmmuskulatur.

Die bekannten Erkrankungen, die daraus resultieren: Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Reizdarmsyndrom, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien, Infektionskrankheiten infolge bakterieller Überwucherung und Immunschwäche. Aber das ist nur der Anfang der Probleme.

Wie entsteht Biofilm im Darm?

Billionen von Mikroben bevölkern unseren Darm – wir haben zehnmal mehr Bakterien als Körperzellen, und unsere Mikroben tragen mehr DNA in sich als unsere eigenen Zellen. Man könnte fast sagen, wir sind fremdgesteuert. Deren Enzyme kalibrieren unser Immunsystem, verarbeiten unsere Nahrung, versorgen uns mit Nährstoffen, die wir nicht selbst herstellen können, und entsorgen Schadstoffe.

Ein gesundes Gleichgewicht dieser Mikrobiota ist entscheidend für unsere allgemeine Gesundheit. Das Problem: Häufig schleichen sich Parasiten und Krankheitserreger in dieses Ökosystem ein und profitieren davon – auf unsere Kosten. Sie schützen sich in einem Biofilm, der es ihnen ermöglicht, viele Jahre lang unentdeckt im Darm zu bleiben. Die Folgen dieses Biofilms für den Darm sind vielfältig:

  • Die Darmzotten – verantwortlich für die Nährstoffaufnahme – werden flach und ausgetrocknet
  • Die Darmschleimhaut wird für Stoffe durchlässig, die nicht in den Körper gehören (Leaky Gut)
  • Die Darmschleimhaut entzündet sich, die Resorption wird behindert
  • Pilze und Parasiten machen sich breit
  • Winde und Gase blähen den Bauch auf
  • Parasiten und Pathogene verbrauchen unsere Nährstoffe und produzieren toxische Substanzen

Biofilm im Darm und Parasiten: ein oft vergessenes Übel

Noch vor 40 Jahren war es üblich, dass Kinder Würmer hatten. Für Hunde- und Katzenbesitzer ist eine jährliche Entwurmung selbstverständlich. Beim Menschen hingegen gilt Parasitenbefall heute als Problem der Entwicklungsländer – wir seien ja „hygienisch“. Studien zeigen ein anderes Bild: Mindestens zwei Drittel der Weltbevölkerung haben parasitäre Erkrankungen. Selbst in Sibirien, einer für Parasiten denkbar ungünstigen Umgebung, sind 82 % der Bevölkerung mit mindestens einer Parasitenart befallen – und rund 200 verschiedene Arten sind bekannt, die den Menschen heimsuchen können.

Parasiten oder ihre Eier können durch Wasser und viele Lebensmittel – Fleisch, Fisch, Salate und vieles mehr – aufgenommen werden. Einmal angesiedelt, verstecken sie sich tief im Biofilm des Darms und sind dort praktisch unmöglich zu diagnostizieren. Zwei Entwicklungen begünstigen ihr Gedeihen besonders: eine erhöhte toxische Belastung durch die Überverwendung von Gülle als Düngemittel sowie veränderte Ernährungsgewohnheiten durch die Industrialisierung – insbesondere der gestiegene Fleisch- und Fischkonsum.

Hinzu kommt: Konservierungsstoffe und Gifte wie Aluminium oder Glyphosat in unserer Nahrung fördern aktiv die Bildung von Biofilm im Darm und schaffen so ein ideales Versteck. In den tiefen Schichten des Schleims entwickeln sich Eier und Larven geschützt und unbehelligt. Viele Parasiten beherbergen zusätzlich krankheitserregende Bakterien und Viren. Sie fressen die Nährstoffe, die für uns bestimmt sind – der Darm als „Grandhotel Mensch“ – und scheiden giftige Abfallprodukte aus, die den Körper weiter belasten.

Darm und Immunsystem: Was Biofilm damit zu tun hat

Der Darm ist bekannt als die Wurzel des Lebensbaumes – er entscheidet über Gesundheit und Krankheit, Kraft und Trägheit, Klarheit und Benommenheit. Eine seiner wichtigsten Aufgaben ist die Regulierung des Immunsystems über die Makrophagen (Fresszellen) direkt unter der Darmschleimhaut. Ist diese Schleimhaut durch Biofilm belastet, können diese Zellen ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Deshalb konzentriert sich die Biologische Medizin so intensiv auf Diagnose und Therapie: Erst wenn der Darm vom Biofilm und seinen pathogenen Bewohnern befreit ist, kommen die inneren Regulationskräfte wieder in Schwung.

In der Paracelsus Klinik beobachten wir immer wieder: Patienten mit chronischen Krankheiten – die oft scheinbar nichts mit dem Darm zu tun haben – profitieren enorm von einer intensiven Darmreinigung und -sanierung. Der Patient gewinnt die Fähigkeit zurück, den Körper zu ernähren, das Immunsystem wiederherzustellen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Das «Zentrum der körperlichen und geistigen Kraft» wird neu aktiviert.

Biofilm im Darm und Brain Fog: Die Darm-Hirn-Achse

Der Magen-Darm-Trakt ist über das vegetative Nervensystem (Vagus-Nerv) eng mit dem Gehirn verbunden – weshalb der Vagus auch als „Bauchhirn“ bezeichnet wird. Über die Darm-Hirn-Achse gibt es eine konstante Kommunikation zwischen Darmtrakt, Hormonsystem und Zentralnervensystem.

Wird der Biofilm im Darm beseitigt und die Darmgesundheit wiederhergestellt, können Emotionen und geistige Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst werden. Die Nervenbahnen der Darm-Hirn-Achse werden reaktiviert, die Nährstoffaufnahme optimiert. So können Depressionen, Gehirnnebel (Brain Fog) und Stress-Syndrome mit einer grundlegenden Darmkur deutlich verbessert werden.

Biofilm im Darm entfernen: Die Paracelsus BioFilm & Parasiten Darmreinigung

Die Biologische Medizin setzt dort an, wo andere Ansätze aufhören: am Biofilm selbst. Paracelsus bietet eine intensive, ärztlich begleitete Darmreinigungswoche zur Beseitigung des Biofilms mit anschliessender Parasitenkur an. Das Programm hat sich bewährt bei Asthma, chronischer Müdigkeit, Bauchschmerzen, Entzündungen, Dysbiose und allen Arten von Verdauungsstörungen.

Das Paracelsus Programm zur Biofilm Darmreinigung forciert nach einer 4-tägigen intensiven Fastenzeit den Biofilmabgang. Durch spezifische pflanzliche Fasern, eine angepasste Ernährung und gezielte Begleittherapien hat die Kur einen langanhaltenden, entlastenden Effekt.

Die Gesundheit wird an der Wurzel des Problems verbessert.

Die Paracelsus Klinik verfügt über alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen Instrumente der Biologischen Medizin, damit jeder individuell den grössten Nutzen von der Biofilm Darmkur hat. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und hoffen, einen Beitrag zu Ihrer Gesundheit und Lebensqualität leisten zu können.

 

Mit freundlichen Grüssen,

Ihre Renate Liu, Ärztin

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Referenzen

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